Viele Kinder in der westafghanischen Region Herat sind Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch schutzlos ausgeliefert. Anfang Mai 2025 startete das neue „child protection program“ (Kinderschutz und medizinische Nothilfe). Indem die Kosten für medizinische Versorgung und Krankenhausaufenthalte von der OEAFG getragen werden, möchte das Projekt den betroffenen Mädchen und Burschen das Überleben sichern. Darüber hinaus soll ein umfassendes Betreuungssystem aufgebaut werden, um ihren Schutz und ihre Sicherheit zu gewährleisten.

Vertrieben, verletzt, bedroht

Die Kriegswirren und die instabile Sicherheitslage in Afghanistan bringen vor allem für die schwächsten Glieder der Gesellschaft große Gefahren mit sich: Viele Kinder sind von bitterer Armut betroffen. Sie wurden aus ihren Heimatdörfern vertrieben, im Krieg verletzt und/oder schwer traumatisiert. Sie werden zu schweren Arbeiten gezwungen. Mädchen laufen zudem noch Gefahr, schon in jungen Jahren zwangsverheiratet zu werden.

Vor diesem Hintergrund soll das zunächst auf ein Jahr befristete Kinderschutz-Projekt ein umfangreiches Sicherheitsnetz für die Betroffenen schaffen. UN-Organisationen, internationale Partner und lokale Hilfsorganisationen arbeiten dafür eng zusammen. Damit die Hilfe schnell und zuverlässig dort ankommt, wo sie gebraucht wird, sorgt der lokale Kooperationspartner ODPA für gut abgestimmte Abläufe und eine genaue Kontrolle. Vor-Ort-Besuche und Nacherhebungen helfen dabei, die Qualität der Unterstützung laufend zu prüfen und zu verbessern.